In-Mould-Labeling (IML)

Die Verwendung von Verpackungen als Teil des Marketings und zur Stärkung der Markenbekanntheit wird besonders häufig auf dem Getränkemarkt verlangt. Eingeprägte Etiketten ermöglichen eine lang andauernde farbenprächtige Kommunikation, welche der rauen Industrie- und Einzelhandelsumgebung standhält...

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In-Mould-Labeling wird in der Verpackungsindustrie als hochqualitative Lösung für das Bedrucken von Formteilen mit speziellen Anforderungen - wie hoch glänzende und fotorealistische Gestaltung - verwendet. Bei den Etiketten handelt es sich normalerweise um bedruckte Polypropylen- oder Polyethylen-Folien von nur wenigen Zehnteln Millimeter Dicke. Der Vorteil von IML besteht in der Integration eines nachgeschalteten Prozesses in den Spritzgussprozess. Mit Hilfe einer geeigneten Fördertechnik werden die Etiketten in die Form gelegt und parallel dazu werden die Teile herausgenommen. Die Etiketten werden durch statische Aufladung oder Vakuum in der Form gehalten.

In Vergleich zu traditionelleren Möglichkeiten des Drucks auf Kunststoff-Mehrweg-Transportverpackungen ermöglicht IML mehrfarbige und großflächig bedruckte Bereiche auf allen Seiten gleichzeitig, während der Heißfoliendruck nur einfarbig und oberflächenbegrenzt ist. Das Design ist außerdem viel kreativer und kann matte/glänzende Oberflächen, Reliefs einschließen ... womit den MTV (Mehrweg-Transportverpackungen) eine bedeutende Rolle für das Marketing übertragen wird. Außerdem kann IML nicht manipuliert werden und besteht so lange wie der Kasten selbst.

In den 90er Jahren zunächst für Einwegpackungen entwickelt, konnten die auf dem Markt erhältlichen Etiketten im industriellen Umfeld nicht lange bestehen und wurden vom Sonnenlicht gebleicht oder im Waschtunnel abgerieben. Da Schoeller Allibert bereits zu den Spitzenunternehmen auf dem Markt der Getränkekästen zählte, kam uns die Gelegenheit, die uns von der Brauerei Beck’s geboten wurde, gerade recht und so entwickelten wir einen einzigartigen, neu integrierten IML-Prozess.

Die einzelnen Teile, das Design, der Druck und Schnitt, die roboterunterstützte Beförderung zum Einsetzen in die Form und die Automatisierung wurden 2001 eingerichtet, häufiges Waschen, UV-Expositionen, Kratzen, Wetter/Klimaeinflüsse sowie hohe Temperaturen (über 200°C), mechanische Beanspruchung während der Spritzmodellierung der Kästen waren die Herausforderungen an diese IML-Technologie. Heute hat Schoeller Allibert eine über 10-jährige Erfahrung und konnte die IML-Technologie und Automatisierung deutlich verbessern. Wir können lackierte Deckfolien für Kästen anbieten, die häufig in Hochdruckwasser-Waschtunneln behandelt werden, oder eine laminierte Abdeckfolie, wenn eine hohe Kratzfestigkeit gefordert ist.

IML wird sehr häufig bei Getränkekästen eingesetzt, da es sich in den meisten Ländern um regalfertige Verpackungen für den Einzelhandel handelt. Jüngsten Umfragen entsprechend werden Einkaufsentscheidungen nämlich vor allem im Geschäft getroffen, sodass stark anziehende, farbige Markenetiketten als bedeutendes Marketing-Instrument dienen. IML kann auch in allen anderen Industriebereichen bei großvolumigen Kästen angewendet werden.


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